Mit diesem fünften Teil komme ich zur letzten Episode meiner Erzählungen über Carneval. Da ich euch ja schon einiges über die Umzüge und ihre Eigenschaften erzählt habe, möchte ich euch hier ein bisschen mehr über meinen Trip erzählen.
Nun, nachdem ich ewig versucht hatte am eigentlichen Karnevalswochenende nach Rio zufahren, hatte ich letztendlich die Pläne aufgeben müssen, weil die Stadt zu dieser Zeit wirklich im Ausnahme zustand ist. Die Hostels, und Hotels kosten ein Vielfaches, Couchsurfing war auch komplett ausgebucht und die paar Leute, die ich in Rio kenne, hatte auch keinen Platz für mich. :-(
Also hatte ich mich darauf gestützt, dass am Folgewochenende nochmals Umzüge zu sehen sind. Sie nennen sich "Desfile das campeaes", was so viel bedeutet wie "Umzüge der Gewinner". Das heißt konkret, dass die sechs besten Schulen, die am vorigen Wochen gekürt wurden, nochmals auftreten. So verbrachte ich die Woche mit informieren und dem Versuch etwas zu organisieren. Doch wie immer, war das nicht so leicht, hier in Brasilien. Das Reisebüro, was Fahrten inkl. Eintritt anbietet, konnte nicht so richtig anbieten und angeblich war wieder alles ausverkauft. Anfangs wollte mich Rodrigo noch begleiten, weil auch er noch nie diese Umzüge gesehen hat. Allerdings ohne konkrete Pläne und keine Ahnung über die entstehenden Kosten, ist er letztendlich doch abgesprungen, was ich sehr schade fand.
Ich hatte trotzdem richtig Lust und wollte mir die letzte Chance nicht entgehen lassen. So bin ich letztendlich allein und ohne Ticket nach Rio gefahren. Die Busfahrt dorthin hat ca. 3 Stunden gedauert und endete gegen späten Nachmittag am Terminal Novo Rio. Ab da war ich doch etwas beunruhigt. Die vielen Erzählungen über die Kriminalität in Rio hatten mich doch verunsichert und ich kannte mich kein Stück aus. In Rio war ich mit Heidi verabredet. Sie ist eine deutsche Studentin aus Stuttgart, die in Rio ihren Austausch macht. Wir waren in Ipanema verabredet. Mit etwas Fragerei und nach einem mörderischen innerstädtischen Busrennen (die Busfahrer in Rio haben echt noch einen größeren Schatten als in SP!!! Und was "Schlechtwegerprobung" in Realität heißt, weiß ich jetzt auch.) kam ich in Ipanema dort. Dort hat mich Heidi dann abgeholt und wir haben uns mit Ju, ihrem Bruder und dessen Freundin, alles Freunde von Heidi, getroffen. Nach langem hin und her und einigen Geldabhebeproblemen seitens Heidi, sind wir dann aber gegen 21h mit dem Auto zu Sambódromo von Rio gefahren.
Mit einiger Hilfe von Ju haben wir dann vor dem Stadion noch Schwarzmarktkarten für je 50 R$, was wirklich nicht teuer war, bekommen. Und eines kann ich sagen, es gab noch genügend Karten zu kaufen. Die Panik war ganz umsonst... :-) Allerdings wollte die anderen nicht mit und so haben sich Heidi und ich von den anderen verabschiedet und sie reingegangen.
Gegen 22h saßen wir dann im dennoch gut gefüllten Block 1 des Sambódromo. Dieser Blog liegt ganz am Anfang, dort wo der Zug eigentlich noch gar nicht richtig läuft. Aber was mir daran sehr gut gefallen hat, war, dass sich die Tänzer, Gruppen und Wagen dort bereits richtig warm machen. Also haben wir nichts verpasst. Und als Bonus "parkte" die Bateria direkt gegenüber. Und ich liebe die Baterias der Sambaschulen und ihre Musik...
Nun, nachdem ich ewig versucht hatte am eigentlichen Karnevalswochenende nach Rio zufahren, hatte ich letztendlich die Pläne aufgeben müssen, weil die Stadt zu dieser Zeit wirklich im Ausnahme zustand ist. Die Hostels, und Hotels kosten ein Vielfaches, Couchsurfing war auch komplett ausgebucht und die paar Leute, die ich in Rio kenne, hatte auch keinen Platz für mich. :-(
Also hatte ich mich darauf gestützt, dass am Folgewochenende nochmals Umzüge zu sehen sind. Sie nennen sich "Desfile das campeaes", was so viel bedeutet wie "Umzüge der Gewinner". Das heißt konkret, dass die sechs besten Schulen, die am vorigen Wochen gekürt wurden, nochmals auftreten. So verbrachte ich die Woche mit informieren und dem Versuch etwas zu organisieren. Doch wie immer, war das nicht so leicht, hier in Brasilien. Das Reisebüro, was Fahrten inkl. Eintritt anbietet, konnte nicht so richtig anbieten und angeblich war wieder alles ausverkauft. Anfangs wollte mich Rodrigo noch begleiten, weil auch er noch nie diese Umzüge gesehen hat. Allerdings ohne konkrete Pläne und keine Ahnung über die entstehenden Kosten, ist er letztendlich doch abgesprungen, was ich sehr schade fand.
Ich hatte trotzdem richtig Lust und wollte mir die letzte Chance nicht entgehen lassen. So bin ich letztendlich allein und ohne Ticket nach Rio gefahren. Die Busfahrt dorthin hat ca. 3 Stunden gedauert und endete gegen späten Nachmittag am Terminal Novo Rio. Ab da war ich doch etwas beunruhigt. Die vielen Erzählungen über die Kriminalität in Rio hatten mich doch verunsichert und ich kannte mich kein Stück aus. In Rio war ich mit Heidi verabredet. Sie ist eine deutsche Studentin aus Stuttgart, die in Rio ihren Austausch macht. Wir waren in Ipanema verabredet. Mit etwas Fragerei und nach einem mörderischen innerstädtischen Busrennen (die Busfahrer in Rio haben echt noch einen größeren Schatten als in SP!!! Und was "Schlechtwegerprobung" in Realität heißt, weiß ich jetzt auch.) kam ich in Ipanema dort. Dort hat mich Heidi dann abgeholt und wir haben uns mit Ju, ihrem Bruder und dessen Freundin, alles Freunde von Heidi, getroffen. Nach langem hin und her und einigen Geldabhebeproblemen seitens Heidi, sind wir dann aber gegen 21h mit dem Auto zu Sambódromo von Rio gefahren.
Mit einiger Hilfe von Ju haben wir dann vor dem Stadion noch Schwarzmarktkarten für je 50 R$, was wirklich nicht teuer war, bekommen. Und eines kann ich sagen, es gab noch genügend Karten zu kaufen. Die Panik war ganz umsonst... :-) Allerdings wollte die anderen nicht mit und so haben sich Heidi und ich von den anderen verabschiedet und sie reingegangen.
Gegen 22h saßen wir dann im dennoch gut gefüllten Block 1 des Sambódromo. Dieser Blog liegt ganz am Anfang, dort wo der Zug eigentlich noch gar nicht richtig läuft. Aber was mir daran sehr gut gefallen hat, war, dass sich die Tänzer, Gruppen und Wagen dort bereits richtig warm machen. Also haben wir nichts verpasst. Und als Bonus "parkte" die Bateria direkt gegenüber. Und ich liebe die Baterias der Sambaschulen und ihre Musik...
Zu den einzelnen Schulen kann ich nur sagen: FANTASTISCH! Diese prachtvollen Kostüme, die Tänzerinnen, die Freude, die sie versprühen, die Atmosphäre ist unbeschreiblich. Und was sicherlich alle anderen Umzüge und Schulen, die ich bis dahin gesehen hatte in den Schatten stellt, sind die Wagen. Unglaubliche Inszenierungen, Aufbauten und Installationen mit unzähligen Tänzern zogen an mir vorbei. Jede Schule hatte fünf, sechs solcher Wahnsinnswagen. So haben wir mit viel Spaß und völligem Erstaunen bis etwa 5 Uhr morgens die sechs Schulen betrachten und bejubelt. Die Erfahrung war wirklich einmalig und wunderschön. Einmal im Leben muss man das gesehen habe, meine ich… Schaut euch einfach die Fotos und Videos dazu an. Mit Worten kann man diese Fantasie nicht beschreiben.
http://picasaweb.google.com/RomannoBrasil/KarnevalsumzGeInRio?authkey=p-dB-60yreQ
http://youtube.com/romannobrasil
Anschließend sind Heidi und ich mit dem Bus zurück an die Copacabana gefahren, um den Morgen mit einem Frühstück mit Sonnenaufgang am Strand zu beginnen. Wunderschön, kann ich dazu auch nur sagen. Das Flair der Copacabana ganz ohne den Massentourismus, der tagsüber dort herrscht, ist ganz anders. Heidi ist im Anschluss nach Hause und ich begann meinen lange Strandtag in Rio.
Ziemlich müde aber dennoch gut gelaunt bin ich den ganzen Tag den Strand der Copacabana un von Ipanema bis Leblon abgelaufen. Und obwohl die Tage vorher nur Regen angekündigt war, hat den ganzen Tag die Sonne geschienen. Leider konnte ich mich mit meiner Regenjacke - wie gesagt, ich hatte mich auf Regen eingestellt – nicht besonders gut gegen die Sonne schützen. Resultat dieses herrlichen Strandtages war dann also mein erster Sonnenbrand von Brasilien. :-) Die Strände von Rio sind dort richtig schön. Es gibt schöne Promenaden, herrliche Aussichten und immer was zu sehen. Es herrscht unheimlich viel Leben an Land und zu Wasser. Zwischen meinen Spaziergängen habe ich hier und da mal ein Nickerchen eingelegt oder ein Água de Côco genossen. Schließlich war es gut über 30 Grad, da brauchte ich schon mal eine Abkühlung. Gegen 4 Uhr Nachmittags war ich dann doch völlig am Ende und ich habe mich auch den Rückweg gemacht. Die Rückkehr zum Busbahnhof war dann nochmal etwas anstrengender. Die innerstädtischen Asphalt- und Betonwüsten, die teilweise auch Rio dominieren, hatten sich bis zum Nachmittag auf über 40 Grad aufgeheizt. Zu viel für mich. Da bevorzuge ich doch die Küstenbrise und das Strandflair…
Weitere Eindrücke in Fotos gebannt findet ihr hier:
http://picasaweb.google.com/RomannoBrasil/RioDeJaneiro?authkey=3_emwLdRbhY
Viele liebe Grüße,
euer Roman

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