Samstag, 26. Januar 2008

Nightlife in São José dos Campos

An diesem ersten Wochenendtag in Cachoeira kamen einige Freunde von Rodrigo vorbei. Sie hatte direkt mal Vodka und Co. im Gepäck und es wurde kräftig losgemixt. Es gab natürlich Caipi aber auch einige selbst ausgedachten Drinks – Nicht schlecht.
Danach sind wir zu sechst in einem Ford Escort ins ca. 120km entfernte São José dos Campos gefahren. Der Fahrer ist selber Polizist in São José, was nicht heißt, dass es ihm was ausgemacht hätte, dass wir zu sechst waren oder dass er natürlich auch von den Drinks „probiert“ hatte. :-)
Außerdem war es sehr hilfreich, dass er wohl großen Einfluss in der Öffentlichkeit genießt, denn die Disko „Vale Show“, in die wir wollten, war völlig belagert mit tanzwütigen Partymenschen. Wir mussten nur kurz warten, bis alles geregelt war – Schwupps, waren wir drin. Bezahlen mussten wir dennoch. 15R$ Eintritt, 10 R$ für die Empore, wo es nicht so voll war und 4 R$ für ein Bier. Ist zwar nicht vergleichbar mit den Preisen in deutschen Szenediskotheken, aber hier geht´s auch billiger. Naja, die Party war lustig und die Mädels heißt. Sowohl das Publikum als auch die zu späterer Stunde stattfindende Gogoshow hatte einen gewissen brasilianischen „Charme“. :-) Die Musik variierte zwischen internationaler Diskomucke und brasilianischem Funk. Was genau das jetzt eigentlich ist, kann ich gar nicht sagen. Vielleicht finde ich es noch raus, wie man diese Musikrichtung definiert. Aber auch in dieser Location viel mir gleich auf, dass die Brasilianer einfach tanzgeil sind. Sogar die harten Checkerjungs, die in Deutschland mitten auf der Tanzfläche nicht mal eine Augenbraue hochziehen würden, gehen mächtig steil. Außerdem mitsingen, ganz wichtig. Natürlich die portugiesisch sprachigen Songs kennt hier wohl auch jeder auswendig. Ich habe kein Wort verstanden – natürlich. :-)
Nachdem wir genug hatten von dieser stylischen Party, sind wir ein weiteres Mal in den Genuss der Connections unseres Polizistenfahrers gekommen. So bin ich in einem verruchten Nachtclub dieser Stadt gelandet. Im Prinzip sah es dort nicht anders aus als in entsprechenden Etablismons in Deutschland – Tabledance, ne Menge billiger Mädels, notgeile Stecher und überteuerte Getränke. Frei nach dem Motto „Nur gucken – nicht anfassen“ hatte ich meine Spaß. :-) Denn meine offensichtlich europäischen Züge sorgen für genügen Aufmerksamkeit. Und meine mangelnden Sprachfähigkeiten ermöglichten lange genug zu verbergen, dass ich keinen Pfennig Geld mehr hatte. Das hatte ich schon fleißig in der Disko investiert. So wurde ich energisch umschmeichelt. Als ich meinen Bankrott allerdings nicht mehr verheimlichen konnte, fand „sie“ das nicht so witzig – ich schon. Tja, ich komme bestimmt in die Hölle, ich weiß…Ausgepowert und zufrieden ging es morgens, natürlich wieder zu sechst im Auto, zurück nach Cachoeira.
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Ein Video davon findet ihr unter:

http://www.youtube.com/RomannoBrasil

Alle Fotos könnt ihr bei Picasa anschauen:

Viele liebe Grüße,
euer Roman

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