Freitag, 23. Mai 2008

Südbrasilien: Porte Alegre und Florianopolis

Jaja, lang ist es her, meine Reise in den Süden Brasiliens. Aber ein schöner Trip war es allemal. Deswegen schreibe ich trotz der Verspätung ein paar Worte.

Mit einem Angebot eine hiesigen Airline sind wir, das heißt ich und zwei Austauschstudentinen aus Kolumibien namens Johana und Violeta, Freitags für knappe 30 Euro nach Porto Alegre, der Hauptstadt des südlichsten Staates - Rio grande do sul - gefolgen.



Die Stadt ist cool und leigt - wie zu sehen - an einem herrlichen Flussdelta. So ersteckt sich ein großer Teil der Stadt an einer begehbaren und erholsamen Promenade. Erstaunlich ist die unterschiedliche Architektur und Vegetation. Schon wesentliche Ähnlichkeit zu europäischen Gefilden sind zu erkennen. Es gibt Laubbäume und Bauten wie bei uns.

Vier Tage habe wir dort verbracht und und mit Kultur und Unterhaltung der Stadt die Zeit vertrieben. Das Wetter war super, wenn auch sehr windig. Preislich ist die Stadt sehr angenehm und eine echte Erleichterung im Vergleich zu SP oder Rio. So konnten wir ohne Probleme drei Nächte in einem, naja, ordentlichen Hotel verbringen, was für ein Trippelzimmer nur etwa 20 Euro gekostet hat.


Den letzten Tag habe wir dann Bernado getroffen, einen einheimischen, der letztes Jahr auch in Stuttgart studiert hat. Zusammen haben wir die Stadt erkundet und anschließen in seiner wirklich nobelen Bude eine Churrasco gemacht. Was auch sonst. :-)
Am 5. Tag sind wir dann voll auch Achse gegangen, im wahrsten Sinne des Wortes. Der Plan war per Anhalter ins etwa 500 km entfernte Florianopolis, der Hauptstast des Staates Santa Catarina, zu trampen.

Aus diesem Plan wurde eine der aufregendensten und lustigsten Pläne überhaupt. Die erste Hälfte des Tages haben wir damit verbracht, einen geeigneten Platz zum Trampen zu finden. Doch mit viel Fragerei und tatkräfitger Unterstützung gelangt dies auch. Ein Älterer Herr, der uns an einer der Zubringen der Stadt herumirren sah, was so nett uns auf die Autobahn zu bringen, um dort einen LKW mit Ziel Florainopolis zu finden. Vom ersten Rastplatz wurden wir wieder vertrieben, weil es verboten war dort los zu trampen. Doch dieser nette Mann brachte uns noch an eine Art Autohof, wo viele Brummis auf ihre Ladung und damit Abreise warteten. So habe wir die zweite Hälfte des Tages mit Truckern verbracht, die uns mehr oder weniger dubiose Geschäfte angeboten haben. Zum Glück hatte Johana schon einschlägige Erfahrung im Südamerika trampen, so dass wir letztendlich einen jungen Brummifahrer gefunden haben, der uns über Nacht nach Floripa gefahren hat. Super cool, habe ich noch nie gemacht.

So begann am sechten Tag unserer Reise der Morgen völlig übernächtigt auf einem Parkplatz in der Nähe von Floripa. Aber das war´s wert.
Die folgenden vier Tage habe wir dann mit Couchsurfing in Norden der wunderschönen Insel der von Floripa verbracht. Von da aus konnte man per Bus die ganze Insel erkunden und herrliche Natur, kleine Städtchen und eine Lagune genießen. Dank Nebensaison war alles super chillig und locker. Auch hier war prächtiges Wetter, zumindest die meiste Zeit.


Wanderungen, Bierchen trinken, Leute kennenlernen, Fotosessions und Capoeira spielen standen auf dem Programm. Alles was einem so Spaß machen kann. :-) Besonders interessant war die Begegnung mit einer einheimischen Studentin, die an einem abgelegenen Strand in einem kleinen, aber wundervoll eingerichteten Holzverschlag mit zwei Zimmerchen gewohnt hat. Mitten im Wald, ohne Strom oder fließend Wasser. Die Einladung eine Nacht bei ihr zu verbringen, konnte wir allein deswegen gar nicht mehr ausschlagen. So eine Erfahrung und Naturverbundenheit kannte ich vorher auch nicht. Herrlich so eine Dusche im Wald mit frischen Wasser vom Wasserfall. So kamen wir anschließen auch noch in Kontakt mit der Uni von Floripa. Ich finde es immer super interessant andere Unis kennen zulernen. Die Capoeiraroda am Samstag Morgen fand auch dort statt.

Den letzten Tag haben wir dann nochmal ganz im Süden der Insel verbracht. Eine knapp 2 stündige Wanderung von der letzten Busstation beschehrte uns herrlichste Natur und einen einsamen Strandgekührt von einem schnellen und kalten Bad in paradisischen Ambiente. SChaut auf jeden Fall in die Fotos rein. Das dürft ihr nicht verpassen. Damit endete eine fantastische Reise in den Süden Brasiliens. Über Nacht haben wir dann den Bus zurück nach SP genommen, um ins Chaos der Großstadt zurückzukehren.

Ich hoffe euch hat es gefallen. Bis zum nächsten Post...

Alles Liebe und viele Grüße,

Roman

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